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Bewerbung

Wie schreibe ich eine Bewerbung?

Vorab ist es wichtig, sich immer gleichzeitig bei verschiedenen Unternehmen zu bewerben. Es gibt keine Garantie, dass du auch von deinem Wunschunternehmen angenommen wirst.

Kopiere keine Musterbewerbungen aus dem Internet! Verwende deine eigene Wortwahl, denn spätestens beim Vorstellungsgespräch fällt der Unterschied auf.

Das Anschreiben

Worauf du achten solltest:

  • Das Anschreiben sollte aus einer Einleitung, einem Mittelteil und einem Schluss bestehen, einigermaßen logisch strukturiert sein und die Sätze sollten nicht zu lang und verschachtelt sein.
  • Keine Floskeln verwenden (das tun zu viele Bewerber, da geht man in der Masse unter)
  • Formalia einhalten
  • Rechtschreibfehler sind ein „no go“ (lass am besten eine weitere Person das Anschreiben lesen, meist sieht man die eigenen Fehler nicht und verlasse dich nicht auf das Rechtschreibprogramm deines PCs)
  • Verwende keine allgemeinen Formulierungen (z.B. „viel gelernt“), sondern nenne Details.
  • Wenn du dich als „teamfähig“ und „belastbar“ präsentieren möchtest, musst du diese Eigenschaften belegen, indem du erklärst, wo und wann du deine Teamfähigkeit und Belastbarkeit schon unter Beweis gestellt hast.
  • Zeige dich selbstbewusst in deinen Formulierungen (vermeide „würde“. Schreibe z.B. statt „Ich würde gerne bei Ihnen arbeiten, weil …“ lieber „Ich will bei Ihnen arbeiten, weil …“)
  • Worte, die du nicht verwenden solltest: Mehrwert, Erfolgsbilanz, Teamplayer, umfangreiche Erfahrungen, eigentlich, motiviert, dynamisch, innovativ, …
  • Schreibe keine Lobeshymne und übertreibe nicht. Das kommt nicht gut an, sei lieber individuell und zeige deine Motivation und deine Stärken

Inhalt:

  • Name, Adresse, E-Mail, Telefon-/Handynummer
  • Adresse, Name des Ansprechpartners (wenn du den Namen nicht kennst, finde ihn heraus, das kommt immer besser an. Wenn du nicht weißt, wie er geschrieben wird, lass ihn dir buchstabieren, nichts ist fataler als ein falsch geschriebener Name)
  • Betreff (welche Ausbildung du anstrebst und wo du die Stellenanzeige gesehen hast; Medium und Datum nennen!)
  • „Sehr geehrte/-r Frau/Herr …“
  • Text (du musst folgende Fragen beantworten)
    • Warum möchte ich dort arbeiten?
    • Was für Vorteile haben sie, wenn sie mich nehmen?
    • Welche Vorkenntnisse und Erfahrungen besitze ich?
    • Wer bin ich? Was kann ich? Wieso will ich das machen?
    • handschriftliche Unterschrift (darunter sollte dein Name aber auch noch einmal getippt vorkommen)
    • Anlagen (sie müssen nicht mehr aufgelistet werden, aber das Wort „Anlagen“ darf nicht fehlen)

Der Lebenslauf

Worauf du achten solltest:

Der Lebenslauf ist der wichtigste Teil der Bewerbung, da in ihm alle Daten und Kompetenzen des Bewerbers aufgelistet sind. Außerdem ist es meist der Teil der Bewerbung, den die Personalchefs sich als erstes ansehen. Das heißt aber nicht, dass man den Rest der Bewerbung vernachlässigen kann, er ist genauso wichtig. Er ist meist digital und in tabellarischer Form verfasst (in Ausnahmefällen auch in Textform oder/und handschriftlich).

  • gut gegliederter und lesefreundlicher Lebenslauf
  • Vorsicht bei den Hobbys:
    • Hobbys sind gut, sie zeigen oft, dass man teamfähig ist und soziale Kontakte pflegt
    • ABER Vorsicht: gefährliche Hobbys, die eine extrem hohe Verletzungsgefahr haben oder die im Widerspruch zum späteren Job stehen, sollten besser nicht erwähnt werden
    • ausreichend großes lesbares Schriftbild (10 – 12 Punkt)
    • bei Berufseinsteigern sollte der Lebenslauf nur aus 1 – 2 Din-A4-Seiten bestehen
    • nur eine Schriftart verwenden
    • eine Zeile zwischen den verschiedenen Daten freilassen
    • Zeilenangaben mit vollem Monat und Jahren
    • Personalchefs merken sofort, wenn sie ein 08/15-Schreiben vor sich haben, das lieblos herunter geschrieben wurde (das ist ihr Job). Verschicke deshalb nur Unikate, die du auf die jeweilige Firma und die Anforderungen zuschneidest. Das signalisierst du, wenn du beispielsweise branchenspezifisches Fachvokabular oder Schlüsselwörter aus dem Anzeigentext wieder aufnimmst.
    • Alle Angaben über berufliche Tätigkeiten sollten durch Arbeitszeugnisse oder -bestätigungen belegt werden (müssen aber nicht allen beigelegt werden)
    • WICHTIG: ehrliche Lückenlosigkeit
    • Freiräume von ein bis zwei Monaten kann man ganz leicht als „Stellensuche“ oder „Bewerbungszeit“ darstellen
    • Achte darauf, aktiv zu formulieren und nicht einfach „Arbeitslosigkeit“ anzuführen.
    • Leerzeiten, die drei Monate überschreiten, müssen begründet werden
    • Zeitliche Lücken dürfen nicht verschwiegen oder durch Erfindungen gefüllt werden.
    • Sprachkenntnisse sollten real eingeschätzt werden (kann man in einer Fremdsprache gerade einmal etwas zu Essen bestellen, sollte man diese weglassen oder „nur Grundkenntisse“ dazuschreiben)

Aufbau:

  • „Lebenslauf“ als Überschrift
  • Unterteilung in Blöcke
  • Persönliche Daten
  • Vor- und Zuname, evtl. Geburtsname
  • Anschrift mit Telefonnummer und E-Mail
  • Geburtsdatum, Geburtsort
  • Familienstand
  • Religionszugehörigkeit (nur wenn arbeitsplatzbezogen wichtig)
  • Staatsangehörigkeit (nur bei Ausländern)
  • Schulausbildung (und Ausbildung/Studium)
  • mit vollständigem Namen der Schule und auch Datum des Abschlusses
  • Praktika/Aushilfstätigkeiten/ Auslandsaufenthalte
  • Besondere Kenntnisse
  • Sprachen
  • PC-Kenntnisse
  • … je nach Vorteilen für den zukünftigen Beruf
  • Hobbys/Interessen
  • Am Ende Ort, Datum und Unterschrift handschriftlich (mit Vor- und Zunahme)
  • ein geklebtes Passfoto oben rechts auf dem Lebenslauf (man kann es auch darauf drucken, wenn man möchte)

Wenn man sich außerhalb Deutschlands, in der EU bewerben will, hilft dieser Link weiter: http://europass.cedefop.europa.eu/de/home
Dort kann man sich auch Beispiele der verschiedenen EU-Länder ansehen.

Das Bewerbungsfoto

Um ein qualitativ hochwertiges Bewerbungsfoto zu bekommen, solltest du einen professionellen Fotografen in deiner Nähe aufsuchen. Der weiß genau, was zu tun ist. Er kennt sich mit Posen, Beleuchtung und Bearbeitung bestens aus. Wenn du einen geeigneten Fotografen gefunden hast, kannst du einen Termin mit ihm vereinbaren. Auf dem Foto solltest du ungefähr so gekleidet sein, wie du zum Vorstellungsgespräch kommen würdest, also dem Beruf angepasst.

Für Bewerbungsfotos gibt es kein einheitliches Format, jedoch sind Größen wie 4,5 x 6 cm, 5 x 7 cm oder auch 6 x 9 cm Standard.

Bei einer Online- Bewerbung sollte dein Foto nicht zu groß sein, aber dennoch eine gute Qualität aufweisen.